Call for Participation: „Labour, Law & Space“, 28-30/01/2026 in Halle (Saale)

English version.

Jährlicher Workshop des Arbeitskreises Labour Geography

Der Kampf um rechtliche Anerkennung, Arbeitsrechte und die Überschneidung mit regulatorischen Regimen spielen eine Schlüsselrolle bei vielen Kämpfen zur Durchsetzung der Interessen von Arbeiter*innen. Nach Jahrzehnten neoliberaler Reformen verstärken sich solche Kämpfe derzeit, da Arbeiter*innenbewegungen weltweit durch autoritäre politische Projekte unter Druck geraten. Prozesse wie die Fragmentierung der Arbeit, Formen des algorithmischen Managements und weit verbreitete Angriffe auf Gewerkschaften und das Streikrecht restrukturieren die Arbeitsbedingungen selbst in stark institutionalisierten Arbeitsregimen. Gleichzeitig wird die anhaltende Krise der sozialen Reproduktion durch Angriffe auf öffentliche Ausgaben, Wohlfahrtssysteme und Schutzrechte wie die Regelung zur Länge des Arbeitstages weiter verschärft.

Die Arbeitsgeographie (Labour Geography) – mit ihrem charakteristischen Fokus auf Arbeiter*innenhandeln und die Produktion von Raum – wirft ein Licht auf diese sich verändernden ungleichen Geographien der Arbeit im Kapitalismus. Indem sie sich mit Formen der Herrschaft im Betrieb und darüber hinaus sowie mit den Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen Dimensionen sozialer Ungleichheit, dem sozialen Stoffwechsel mit der Natur einerseits und den Arbeits- und Organisationsbedingungen andererseits befasst, trägt die arbeitsgeographische Forschung zur Analyse der aktuellen Situation bei. Allerdings wird das Verhältnis von Arbeit, Recht und Raum in den neueren Debatten der Arbeitsgeographie seltener explizit reflektiert.

Daher widmen wir unseren siebte Jahrestagung des Arbeitskreises in Halle (Saale) diesen Fragen und laden alle Mitglieder und andere interessierte Forscher*nnen herzlich zur Teilnahme ein. Unser Workshop zielt darauf ab, den Austausch und die Vernetzung von Forscher*innen aus dem deutschsprachigen Raum zu fördern, die sich aus raumsensibler Perspektive mit Fragen rund um Arbeit, Arbeiter*innenhandeln sowie soziale Bedingungen und Formen kollektiver Organisierung beschäftigen.

Beiträge & Anmeldung für Teilnehmende

Die Einreichungsfrist für Beiträge ist geschlossen. Eine Anmeldung ist über das untenstehende Formular möglich.

Vorläufiges Programm

Der Workshop beginnt am 29. Januar um 13:00 Uhr und endet am 30. Januar um 17:00 Uhr. Am Abend des 28. Januar findet ein Willkommensessen statt. Das Programm wird im Dezember veröffentlicht.

Praktisches

Die Hauptarbeitssprache des Treffens wird Englisch sein. Einzelne Beiträge oder Sitzungen können jedoch auf Deutsch eingereicht werden. Unser Standort an der MLU bietet einen Eltern-Kind-Raum, der mit einer Betreuungsperson für das Kind genutzt werden kann. Eine Kinderbetreuung können wir leider nicht anbieten.

Für Verpflegung vor Ort wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 20 Euro anfallen.

Fragen zur Tagung oder zu den Räumen können an Yannick Ecker (yannick.ecker (at) geo.uni-halle.de) gestellt werden.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

Lokale Orga-Gruppe: Boris Michel, Yannick Ecker, Sophie Almiks
und Orga-Unterstützungsgruppe: Tanja Potezica, Pedro José Salguero González, Janika Kuge, Michaela Doutch, Oliver Pye, Stephan Liebscher

Anmeldungsformular

Der Anmeldezeitraum ist geschlossen.